Ulrike Meinhof

From s23
Jump to navigation Jump to search
Ausschnitt aus einem Fahndungsplakat

Kurzbiografie[edit]

Ulrike Marie Meinhof

  • geb. 7. Oktober 1934 in Oldenburg
  • Vater (Direktor des Stadtmuseums in Jena) stirbt 1939
  • Mutter Ingeborg stirbt 1948 an Krebs
  • wächst unter Vormundschaft der Historikerin Prof. Renate Riemeck auf
  • 1955/56 Studium der Philosophie, Pädagogik, Soziologie und Germanistik in Marburg
  • 1957 Umzug nach Münster, Meinhof wird Sprecherin des "Anti-Atomtod-Ausschuss" des SDS
  • 1959-1969 Mitarbeiterin der linken Zeitschrift "konkret"
  • von 1962-1964 Chefredakteurin bei "konkret"
  • 1961-1968 Ehe mit Klaus-Rainer Röhl
  • 21. September 1962 Geburt ihrer Töchter Bettina und Regine
  • 1969/70 Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik der Freien Universität Berlin
  • 14. Mai 1970 Planung und Teilnahme an der Baader Befreiung
  • Juni bis August 1970 militärische Ausbildung in einem Palästinensercamp im Nahen Osten
  • 1970-72 Beteiligung an Banküberfällen und Bombenanschlägen
  • 15. Juni 1972 Festnahme
  • 29. November 1974 Verurteilung zu acht Jahren Freiheitsstrafe
  • 8. Mai 1976 Tod in Stammheim


Zitate[edit]

"Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht, Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht. (...) So ähnlich (...) konnte man es von einem Schwarzen der Black-Power-Bewegung auf der Vietnamkonferenz im Februar in Berlin hören. (...) Die Grenze zwischen verbalem Protest und physischem Widerstand ist bei den Protesten gegen den Anschlag auf Rudi Dutschke (...) erstmalig massenhaft (...) tatsächlich, nicht nur symbolisch - überschritten worden (...) Nun, nachdem gezeigt worden ist, daß andere Mittel als nur Demonstrationen, Springer-Hearings, Protestveranstaltungen zur Verfügung stehen, andere als die, die versagt haben, weil sie den Anschlag auf Rudi Dutschke nicht verhindern konnten, nun da die Fesseln von Sitte & Anstand gesprengt worden sind, kann und muß neu über Gewalt und Gegengewalt diskutiert werden. Gegengewalt, wie sie in den Ostertagen praktiziert worden ist, ist nicht geeignet, Sympathien zu wecken, nicht, erschrockene Liberale auf die Seite der Außerparlamentarischen Opposition zu ziehen. Gegengewalt läuft Gefahr, zur Gewalt zu werden, wo die Brutalität der Polizei das Gesetz des Handelns bestimmt (...) Der Spaß hat aufgehört."


Links[edit]

Deutsch[edit]

English[edit]

Related: Rote Armee Fraktion