Faschismus

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"Wir glauben an keine dogmatischen (!) Dogmen mit starren Kadern... Wir leisten uns den Luxus, gleichzeitig Aristokratie und Demokratie, konservativ und fortschrittlich, reaktionär und revolutionär, gesetzlich und ungesetzlich zu sein, je nach den Umständen der Zeit und des Ortes..."

Bennito Mussolini, "Erfinder" des Faschismus, 1921 auf die Frage "Was ist Faschismus?" (laut Verfassungsschutz [1])


Abgeleitet ist der Begriff Faschismus (zumindest nach Aussagen der faschistischen Propaganda) vom italienischen fascio beziehungsweise dem lateinischen Begriff fasces für Bund, Bündel.

Er geht zurück auf die fasces, Rutenbündel, die die antiken Liktoren als Symbol der Macht des Römischen Reiches dem römischen Machthaber (Konsul, Imperator, Statthalter) vorantrugen. Außerhalb Roms wurde die Machtdemonstration verstärkt, indem die Liktoren nicht nur die fasces, also die Rutenbündel, sondern zusätzlich ein darin eingewickeltes Beil mit sich führten. Ein solches Rutenbündel mit Beil wird deshalb auch als Liktorenbündel (italienisch littorio) bezeichnet.

„Faschismus“ (italienisch fascismo) ist aber auch eine Ableitung zum italienischen Begriff fascio („Bund“) und hat damit auch eine katholisch-sozialistische Tradition - Ende des 19. Jahrhunderts formierten sich vor allem auf Sizilien soziale Protestbewegungen als fasci. Diese Konnotation des Begriffs dürfte bei der Namensgebung des italienischen Faschismus 1919 bestimmender gewesen sein als der römische Hintergrund, der später in der Selbstdarstellung aber fast ausschließlich betont wurde, um dem Faschismus historische Kontinuität beizulegen

DeWikipedia:Faschismus



War Hitler Faschist ?[edit]

"Nichts ist irreführender, als Hitler einen Faschisten zu nennen.", schreibt Sebastian Haffner in Anmerkungen zu Hitler. Faschismus, so unangenehm er sein mag, ist zumindest eine durchdachte politisch-gesellschaftliche Konzeption, nämlich die Herrschaft einer Elite in einem Ständestaat, der durch künstliche populistische Begeisterung getragen wird. Der Nationalsozialismus war nichts davon, und Hitler selber hatte nicht das geringste Interesse an beständigen staatlichen Strukturen, wie sie etwa Mussolini schaffen wollte (den man aus vielen Gründen nicht mit Hitler vergleichen sollte; so spielte Antisemitismus in Mussolinis Denken ursprünglich keine Rolle). Die inflationäre Verwendung des Wortes "Faschist" ist vermutlich auf Stalin zurückzuführen, der in den 20er und 30er Jahren das politische Wörterbuch um Begriffe wie "Sozialfaschist" (SPD) oder "Klerikalfaschist" (Zentrum) bereicherte. Unglücklicherweise war die deutsche KPD moskautreu genug, um diese Definitionen zu übernehmen. Ihre modernen Nachfolger sprechen bevorzugt von "faschistischen", "faschistoiden" oder "krypto-faschistischen" Strukturen, ungetrübt von jeder Sachkenntnis"

Aus Skeptisches Wörterbuch - Adolf Hitler

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Umberto Eco[edit]

Viel kritisierte Kommentare von Umberto Eco zum Thema (Ur-)Faschismus: Eternal Fascism: Fourteen Ways of Looking at a Blackshirt